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Hygienemaßnahmen im Gewächshaus: Lebensmittelproduktion versus Zierpflanzenbau

09.04.2020 10:28:27 Maarten de Geus
Hygienemaßnahmen im Gewächshaus: Lebensmittelproduktion versus Zierpflanzenbau

Im Unterglasanbau wird mit lebenden Pflanzen gearbeitet. Pflanzen, die anfällig für Bakterien, Viren und Pilze sind. Natürlich wollen Sie Krankheiten auf jeden Fall von Ihrem Gewächshaus fernhalten, unabhängig davon, ob Sie Lebensmittel produzieren oder im Zierpflanzenbau tätig sind. In beiden Sparten muss auf Hygiene geachtet werden.

Trotz der Tatsache, dass sowohl in der Lebensmittelproduktion als auch im Zierpflanzenbau die Hygiene ein wichtiges Thema ist, gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den beiden Branchen. Für die Produktion von Lebensmitteln ist nämlich ein Hygienezertifikat vorgeschrieben. In Zierpflanzenbau sieht die Sache anders aus. Eine Zertifizierung ist hier nicht vorgeschrieben, es sei denn, ein Abnehmer würde diese Zertifizierung verlangen. 

Produktion von Lebensmitteln

Im Unterglasanbau werden verschiedene Lebensmittel angebaut, zum Beispiel Tomaten, Gurken und Paprika. Um die Lebensmittelsicherheit und damit die öffentliche Gesundheit zu garantieren, sind die Unternehmer in diesem Sektor verpflichtet, Ihre Produktion in Bezug auf die Hygiene zertifizieren zu lassen, zum Beispiel mit dem Global GAP-Zertifikat oder einer HACCP- oder ISO-Zertifizierung. Diese Hygienestandards fordern Protokolle für die persönliche Hygiene, die Reinigung und Desinfektion der Betriebsräume, die Schädlingsbekämpfung sowie für die Schulung und Ausbildung des Personals. Unter anderen die Reinigung und Desinfektion der Hände und die Sohlenreinigung gehören zu den Routinemaßnahmen, die im Bereich der Hygiene befolgt werden müssen.

Zierpflanzenbau

Im Zierpflanzenbau ist die Lebensmittelsicherheit natürlich kein Thema. Es könnte also angenommen werden, dass die Hygiene hier eine viel geringere Rolle spielt. Dennoch tun Unternehmer im Zierpflanzenbau gut daran, über die Vorteile einer guten Hygiene nachzudenken und eine Risikoanalyse für Ihren Betrieb vorzunehmen. Denn häufig auftretende Rosenkrankheiten wie Mehltau und Rosenrost sollten unter allen Umständen vermieden werden. Aus der Risikoanalyse geht hervor, welche Hygienemaßnahmen notwendig sind. Die Investition in diese Maßnahmen wird sich sicherlich bezahlt machen, wenn Sie bedenken, welche finanziellen Verluste entstehen können, wenn Ihre Kulturen durch eine Krankheit zunichte gemacht werden.

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